Trackback
2007-05-06 10:11:10
#jsid-1178446270-506389
Trackback message Title: “Nein, doch nichts Neues in der Zeitung, Schatz!” Excerpt: Harald Staun fragt und schreibt “Wo seid ihr?:  “Der größte Experte ist der Fußballfan in unserer Redaktion: Der hat sogar schon einmal selbst etwas gepostet, …” “… der andere schaut wenigstens aus reiner Freun... Blog name: Mathias Richel
ix
2007-04-21 07:01:40
#jsid-1177138900-1177366
ich hab den fas-artikel auch gelesen und fand ihn faszinierend. ehrlichgesagt hab ich vergessen andere auf ihn hinzuweisen oder zu gucken ob er online ist und ihn auch nicht in meinem rss-feeds gefunden. durch dieses online-sometimes-oder-auch-nicht prinzip schadet sich die faz meiner meinung nach selbst. man ruht halt bequem auf seiner print-relevanz.
stefan
2007-04-20 21:45:51
#jsid-1177105551-1177222
doch, falk, du sagst, es lohne sich nicht, auf etwas in print zu reagieren. nein, genau genommen sagst du, du würdest es nicht tun. hier: http://www.ms6950.info/index.php/nabelschau/pawlow-bellt-holzmichl-apportiert/#comment-146 und wenn du glaubst, der long tail von medien sei das archiv, dann... okay, ich spar mir die polemik: dann haben wir andere vorstellungen davon, was der long tail ist. meiner meinung nach sind der long tail von print zum beispiel die abertausend kleinen, kleinsten fachzeitschriften, die sich mit jedem noch so irrwitzigen hobby oder thema beschäftigen. und ein beispiel für die relevanz von print, konkret der fas. darin stand letzten sonntag ein großer (in jeder hinsicht) text über ursula von der leyen. mich haben mehrere leute auf diesen artikel angesprochen. und ich wette, in politischen kreisen haben fast alle über diesen text gesprochen. der artikel ist auch online ( http://tinyurl.com/yvot4j ) und ich finde es gut und richtig, dass er kostenlos online ist, weil er dadurch auch leute erreicht, die die print-fas nicht lesen. aber der gedanke, dass dieser artikel weniger relevant wäre, wenn er nur gedruckt worden wäre, ist absurd. weil er im print immer noch seine leser, die entscheidenden leser erreicht. (ja, das wird sich ändern.) und wenn dieser artikel nicht online wäre und ich würde dir davon erzählen, wie interessant er ist, und du antwortetest mir: solange der nicht online ist, werde ich nicht darüber schreiben, reden, diskutieren, whatever, würde ich dich für einen idioten halten.
Falk Lüke
2007-04-20 20:52:44
#jsid-1177102364-1177195
Stefan, bei 9live gebe ich zu: war reine Polemik, speziell für dich. Ich sage nicht, dass es sich nicht lohnen könnte, auf etwas in Print zu reagieren. Es kommt darauf an, was man als "Lohn" definiert. Mir fällt aber spontan nichts ein, was in den letzten Jahren eine Printgeschichte (= nicht online veröffentlicht) gewesen wäre, auf die zu reagieren sich "gelohnt" hätte. Für dich als Medienjournalist sicherlich, aber sonst? Kannst mir da gerne Nachhilfe geben. Und zum anderen ist Print das, worauf die Eltern einen ansprechen, wenn es gerade wieder einmal Second Life zur Zukunft hochschreibt. Aber was soll eigentlich der Long Tail von Print sein? Genios? Die Archive bei den Zeitschriften? Die in Bibliotheken? Wann hast Du das letzte Mal eine Tageszeitung von 2004 aufgeschlagen? Und wann bist Du das letzte Mal mittels Suchmaschine online über einen Artikel von 2004 gestolpert? Ja, viele Druckwerke hätten online einen interessanten Long Tail (dazu müssten die Archive allerdings zumindest für Google offen sein). Aber ich seh keinen gedruckten Long Tail. Du? Wo?
stefan
2007-04-20 18:50:02
#jsid-1177095002-1177134
Falk, Du wolltest über Zeitungleser sprechen. Nun willst Du über Zeitungkäufer sprechen. Schwamm drüber. Du schreibst, ich wolle Dir erzählen, dass Print noch eine glorreiche Zukunft vor sich hätte. Wo will ich das? Wo tue ich das? Oben schreibe ich, die Tendenz bei den jungen Leserzahlen sei "fallend", die Entwicklung sei für Zeitungen "dramatisch". Klingt das für Dich nach glorreichen Zukunftsprognosen? Ich habe im vergangenen Jahr meine feste Redakteursstelle bei einer Zeitung gekündigt, auch (u.a.) weil ich finde (wie ich schon mehrfach öffentlich gesagt habe), dass im Internet gerade so viele spannende Dinge passieren. Habe ich das gemacht, weil ich das Internet klein- und Zeitungen großreden will? "Wach auf"? Geht's noch? Aber (wie Du) zu sagen, es gebe heute weniger junge Zeitungsleser als junge 9Live-Zuschauer ist strunzfalsch. Zu sagen (wie Du), es lohnt nicht, auf etwas zu reagieren, was nicht im Internet steht, sondern auf Papier, zu behaupten, in Print gebe es keinen Long Tail, ist ignorant. Zu denken (wie offenbar Du), die Blogger heute (ich rede von der Gegenwart, nicht der Zukunft) hätten mehr Relevanz als die FAZ, ist dumm. Falk: Leg Dich wieder hin.
Falk
2007-04-20 16:15:06
#jsid-1177085706-1177108
Stefan Niggemeier: 31,6 Prozent Leser sind wieviel Prozent Käufer? Ach, egal. Was lassen sich die Verlage das kosten? Ach, egal. Meine drei Chat-Freunde? Hauptsache persönlich. Neee, Stefan Niggemeier. Das Netz hat in Deutschland mit nennenswerter Nutzung keine zehn, eher fünf Jahre auf dem Buckel. Lt. MP 02/07 findet sich nur noch in der Hälfte der Gymnasiasten-Zimmer ein Fernseher. 75 Prozent der 14-15jährigen nutzen das Multimedium Netz, nur 33 Prozent lesen Magazine/Fachzeitschriften. Nur 2 Prozent der 12-19jährigen könnten nicht auf Zeitungen verzichten - Tendenz seit 2000 fallend. Vom Internet könnten sich 19 Prozent nicht trennen, vom Computer 26. 31 Prozent der 14-15jährigen gaben an, News im Netz zu konsumieren. Und Du willst mir erzählen, dass Print noch eine glorreiche Zukunft vor sich hätte? Mann, verabschiede dich von deinem Wunschdenken. Auch wenn Online noch nicht soweit ist, wie es sein sollte, ich hab das ja selbst tagtäglich vor Augen. Aber jetzt ist die Zeit, sich Gedanken um die nächsten fünf Jahre zu machen. Auch für Print - aber vorwiegend für Online. Offenbar anders als Du habe ich recht viel Kontakt zu 20jährigen. Ich hab im Wintersemester ein Proseminar zu Onlinekommunikation in der Politik gegeben. Irgendwann gegen Ende des Semesters habe ich einen Referrer auf mein Blog bekommen, der meine grundsätzliche Skepsis gegenüber der Medienkompetenz junger Menschen in diesem Lande ein Stück weit kuriert hat: ein Student hat "mal eben" ein Blog, einen Podcast, einen Flickr-Account und für seine Veröffentlichungen ein relativ komplexes RSS-Angebot gebastelt hat. Kein Informatiker, wohlgemerkt. Wach auf! Wir werden alt - und Du bist mir da sogar noch etwas voraus.
Stefan mit f
2007-04-20 10:00:15
#jsid-1177063215-1177077
Aber die Jugendlichen lesen nicht immer diesselbe Zeitung? Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, daß mein 8 Monate alter Sohn auch schon regelmäßig eine Zeitung nutzt. Zum Zerreißen nämlich. Hat aber vermutlich nichts mit dem Inhalt zu tun. Ich werde ihn dann fragen, wenn er sprechen kann. Und natürlich hier berichten (wenn gewünscht). Ja was noch? Ach ja, ich zähle ja schon als 2 Jugendliche (nicht vom Gewicht, sondern vom Alter her) und nutze Zeitungen in vielerlei Hinsicht, aber ich glaube ich schweife ab...
stefan
2007-04-20 08:15:12
#jsid-1177056912-1177073
laut allensbach lesen 31,6 prozent der 14- bis 19-jährigen täglich oder fast täglich regionale abo-zeitungen. wenn man da jetzt noch boulevard und andere zeitungen draufschlägt, könnte sich das ungefähr mit der jim-studie decken. die entwicklung steht hier ganz gut: http://brainwash.robertundhorst.de/uncategorized/jugend-mediennutzung/ und, keine frage: sie ist für zeitungen dramatisch. aber wer, wie falk lüke, den eindruck erweckt, junge zeitungsleser seien schon heute eine radikale, winzige minderheit sollte vielleicht nicht, wie falk lüke, anderen leuten ahnungslosigkeit vorwerfen und sein eigenes medienverhalten und das seiner drei chat freunde zum allgemeinen verhalten hochrechnen. es gibt dinge, die sind einfach anders, als man selber in seiner kleinen (blogger-)welt so denkt.
ix
2007-04-20 06:19:05
#jsid-1177049945-1176979
au ja! so weiterdiskutieren! ich hätte auch noch was: du schreibst „lesen ca. 47 prozent […] täglich oder mehrmals wöchentlich zeitung“, da steht aber „47% nutzen regelmässig eine zeitung“. fisch einwickeln ist ja auch eine beliebte zeitungsnutzung und mit „einer“ zeitung würde mir das echt langweilig, das zeitungsnutzen. ich bin da flexibel und hol mir täglich eine neue, statt immer nur eine zu nutzen. interessant wäre dann noch was das für „eine“ zeitung ist. diese werbedinger die man immer im briefkasten findet sind ja auch zeitungen, ebenso wie die boulevard-zeitungen. und mal im ernst: ich finde das eine erstaunlich hohe zahl, die sich überhaupt nicht mit meinen beobachtungen deckt. aber ich hab ja auch schon mit meiner einschätzung des lobes von diesem schöb-text total daneben gelegen.
stefan
2007-04-20 00:04:52
#jsid-1177027492-1176280
laut jugendmedienstudie jim http://www.mpfs.de/index.php?id=11 lesen ca. 47 prozent der 12- bis 19-jährigen täglich oder mehrmals wöchentlich zeitung (stand 2006, tendenz fallend). 9live hat bei 14- bis 29-jährigen einen marktanteil von 0,2 prozent http://www.prosiebensat1.de/research/analysetool/ . willst du wirklich auf diesem niveau weiterdiskutieren?
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