MQ
2010-05-26 11:30:19
http://wirres.net/article/articleview/5573/1/6/#jsid-1274873419-746
eine sehr schöne freiwillige werbung meines magisterarbeitthemas (exakterweise allerdings sein opus magnum 'unendlicher spaß' und nicht dieses kurzwerk), denn: anpreisung aus überzeugung ist ja etwas grundsätzlich anderes, als anpreisung aus bezahlten auftrag heraus. "wallace schreibt unprätentiös, aber unfassbar scharf und genau beobachtend, lästert unerbittlich gegen gäste oder bedienstete die er nicht mag, wirkt aber nie misanthrop, im gegenteil, er schreibt extrem subjektiv, wertet aber vielmehr durch die art wie er menschen und zustände neutral beschreibt als durch urteile." nach dieser stelle dachte ich kurz, mensch, dann brauchst du aber auch 'unendlicher spaß', und erwog kurz das nächste mal, wenn ich in der lychener bei meiner tante bin, bei dir vorbeizugehen, um dir diesen wälzer in den briefkasten zu stopfen. damit noch viel viel mehr menschen dieses buch lesen und eventuell freiwillig anpreisen. aber es würde gar nicht rein passen. in den briefkasten. und ist auch ganz schön teuer aufgrund seiner 1500 quälend guter seiten. und meines brauch ich ja noch. trotzdem: dfw lesen und anpreisen: sehr gut.
ix
2010-05-26 12:09:38
http://wirres.net/article/articleview/5573/1/6/#jsid-1274875778-880
danke für die empfehlung. hab das buch auf meine wunschliste gesetzt.
anonym
2010-05-25 16:39:24
http://wirres.net/article/articleview/5573/1/6/#jsid-1274805564-610
Das Buch ist schon etwas älter. Wenn man z. B. in der Buchhandlung danach fragt, dann können sie es angeblich auf Englisch nicht besorgen. Was immer das bedeutet. Vielleicht blockieren sie das absichtlich, weil sie nicht gern Bücher von Selbstmördern verkaufen wollen. Man weiß heute oft nicht mehr, was in den Buchhändlern so vorgeht ...
Cajun Coyote
2010-05-25 15:29:42
http://wirres.net/article/articleview/5573/1/6/#jsid-1274801382-39
Dankeschön. Das Buch ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber es gefällt mir immer noch. Und etwas Vergleichbares gilt auch für Journalisten. Ein Journalist, der Werbung macht (Jauch, Kerner u.a.) oder auch nur so genannte "Journalistenrabatte" annimmt (besser gesagt: einfordert), hat eigentlich aufgehört, einer zu sein. Werbung verträgt sich nur mit einem: dem Auftraggeber, der das Budget verteilt.
roland
2010-05-22 10:14:07
http://wirres.net/article/articleview/5573/1/6/#jsid-1274523247-842
lustigerweise habe ich ja auch mal ne rezi dazu geschrieben (ronsens ist tot, deshalb kann ich nicht drauf verweisen) und auf das werbedings bezogen auf blogs usw. hingewiesen. jaja.
Sebastian Peitsch
2010-05-22 07:25:30
http://wirres.net/article/articleview/5573/1/6/#jsid-1274513130-555
Felix ich glaube es geht in Blogs auch darum, dass etwas neutral berichtet wird im krassen Gegenteil zu dem, was man von "Journalismus" normalerweise sonst erwartet. Alles, was man sonst so dargeboten bekommt, kostet direkt oder indirekt Geld. Privatfernsehen. öffentlich rechtliches Fernsehen. Magazine mit Werbung drin. Zeitungen mit Werbung drin. Man bezahlt nie den vollen Heftpreis sondern "Heftpreis minus Werbegelder". Vielfach wird auch eine politische Agenda verfolgt (Beispiel Bielefeld: Neue Westfälische mit roten Akzenten im Titel, Westfalen Blatt mit Schwarz/grün, rate welche politischen Einstellungen hier vertreten werden). Blogs sind im Bewusstsein der Leser aber bisher immer etwas gewesen, wo sich Menschen einfach aus ihrer eigenen Überzeugung heraus vorbehaltlos hingesetzt haben, um etwas neutral aufzuschreiben ohne den Zwang, Zeilen zu sparen. Oder aber etwas über sich zu berichten, ohne den Filter des Journalisten, der ein Interview aufbereitet. Oder das eigene Hobby komplett aufzubereiten, ohne dabei etwas verkaufen zu wollen. Du siehst das doch an Deiner Einladung zum Fanta4 Event. Sobald Du die Aufmerksamkeit einer Zielgruppe hast, bist Du etwas wert, und man möchte gerne Deine Einstellung zu gewissen Dingen beeinflussen. "Vorher" warst Du egal, da musste man Dich nicht korrumpieren. Was mich umtreibt ist aber auch die Frage, warum man als Blogger Werbung braucht. Um den Webserver zu bezahlen? Um vom Schreiben zu leben? Sobald man nämlich darüber nachdenkt ist auf einmal die viele Aufmerksamkeit etwas, was man zu Geld machen kann und auch will ab einem gewissen Punkt. Da hören einem Leute zu und man bekommt für die Arbeit kein Geld. Ach und dann gibt's natürlich noch den Umstand, dass JEDER Blogger sein kann. Ich hatte in Deutsch immer die fiesesten Noten. Jetzt bin ich auch "Journalist". Alles wegen dem Internetz.
creezy
2010-05-22 07:17:55
http://wirres.net/article/articleview/5573/1/6/#jsid-1274512675-203
Nein, es ist eine Empfehlung. Oder hat Dir irgendjemand für's Lesen und darüber Schreiben Geld bezahlt?
ix
2010-05-22 07:35:25
http://wirres.net/article/articleview/5573/1/6/#jsid-1274513725-31
nö. geld hab ich keins bekommen, aber dank der hamburger stadtbibliothek hab ichs umsonst bekommen. wobei mir jetzt noch ne anschlussfrage einfällt: was wäre, wenn ichs als rezensionsexemplar bekommen hätte?
Tim
2010-05-24 08:15:08
http://wirres.net/article/articleview/5573/1/6/#jsid-1274688908-131
Rezensionsexemplare sind die Seuche. Da geht es doch den Autoren und Verlagen nicht um die Kritik des Rezensenten, sondern nur um die Werbung in Form von Erwähnung. Das ist spottbillig für die. Das Buch kostet dem Verlag mit Porto nicht einmal 10 Euro. Für eine Anzeige in einer Zeitschrift/Zeitung oder Banner in Blogs und online-Medien würden die bis das 10-100-fache zahlen. Das sieht man auch an der Reaktion auf negative Kritik. Dann landet der Autor schnell auf der schwarzen Liste des Verlages. Keine Rezensionsexemplare mehr, keine Einladungen zu Verlagsparties auf Buchmessen. Was passiert, wenn die Erwartungshaltug nicht erfüllt wird, hat ix bei smodu/Fanta4 ja gemerkt. Ich halte das Argument, in privaten Blogs mit Werbung oder Links Geld zu verdienen, um die "Serverkosten" zu decken, vorgeschoben und scheinheilig. Das Blog bringt für viele doch ein interessantes Zubrot. Mit den "Serverkosten" segelt man unter falscher Flagge und gibt sich den Anschein des selbstlosen Unabhängigen. Wer sein Blog als Hobby und Geschenk für andere betreibt, braucht keine Werbung. Jeder Freizeitfussballer gibt für sein Hobby mehr Geld aus und opfert einen grösseren Teil seiner Freizeit, als Blogger. Ich würde sogar noch ein Stück weiter gehen. Die Werbung für sich selbst ist eben auch eine Motivation fürs Bloggen. Wenn eine Buchautorin wie Frau Schrupp ein oft gelesenen Blog führt, dann ist es Selbstmarketing. Nicht nur, aber zu einem nicht zu unterschätzenden Teil. Sehen wir den Tatsachen ins Auge. Wirklich unabhängige Blogger, die ohne finanziellen Interessen oder Eigeninteressen den Lesern Geschenke machen wollen, sind bei den Blogs, die eine Aufmerksamkeitsschwelle überschritten haben, sehr selten. Es würde der Entwicklung des Bloggens helfen, wenn offener mit diesen Fragen umgegangen werden würde und die Transaparenz Gewicht bekäme, die Blogger von den "alten Medien" immer einfordern.
ix
2010-05-24 09:10:38
http://wirres.net/article/articleview/5573/1/6/#jsid-1274692238-134
tu mal butter bei die fische. wo genau mangelt es denn bei blogs die „eine Aufmerksamkeitsschwelle überschritten haben“ an transparenz oder offenem umgang mit den fragen um unabhängigkeit? oder anders gefragt, siehst du so ne art grosses blogschweigekartell und wenn ja, wo?
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